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Emmentaltour vom 31. Mai 2015

Indianer im Emmental unterwegs

… hätte man meinen können, wenn man die Zeichen von den Sperrern nach hinten weitergegeben hat, was natürlich bedeutet „Einerkolonne fahren“, weil es eng wurde auf den wunderschönen, kurvigen Strassen und Strässchen durchs schöne Emmental, hey, das war sowas von schönJ

Wir wussten gar nicht, dass die Schweiz dort noch Land hat. Vorbei an heimeligen Bauernhäusern, wogenden Feldern, Ausblicke ins Land, Abfahrten in abgelegene Täler, einfach traumhaft.

Unser erster Kaffeehalt führte uns auf den Chapf zum „Dachseboubeizli“ von Familie Zürcher. Urchiger geht kaum. Wir wurden herzlich empfangen und mit Kaffee, heisser und kalter Schoggi und Gipfeli bedient. Ein Dankeschön für das vom SAC spendierte Znüni! Der junge Wirt hat noch ganz schüchtern angefragt, ob er ein paar Bilder von unseren tollen Harleys auf seine Homepage stellen dürfte. Schaut doch mal in nächster Zeit auf die Seite: www.dachseboubeizli.npage.de.
War doch schön, wie die Familie uns allen beim Abfahren zugewinkt hat.

Weiter ging es Richtung SignauSchüpbachLauperswilRüderswilRamsei anschliessend Abzweigung Richtung Trachselwald und sofort wieder rechts Richtung Chramershus und S. Gfeller-Stube – ein wunderschöner Schlenker auf kleinen, kurvigen Strässchen. Richtung Wasen, FritzeflueEriswil. Landschaftlich ein Traum und eine wunderbare Töffstrecke - eine Kurve schöner als die andere.

Von Eriswil ein kleines Strässchen hinauf auf den Ober Ahorn zum Bergrestaurant Ahorn-Alp auf 1136 m. Der Parkplatz für uns war reserviert und abgesperrt (Foto folgt auf Homepage), die Tische auf der Terrasse gedeckt, und da die Menus voraus bestellt waren, konnten wir uns einfach verwöhnen lassen mit „ChrützBode Chaib“- Röschti und AelplermacaronenClödumusste mit vereinten Kräften daran gehindert werden, dass er sich nicht mit seinem Sackmesser Frischfleisch der dort grasenden „Bremsenständer“ besorgt hat (Auflösung: damit ist Pferd gemeint). Die riesigen Portionen haben uns für die Weiterfahrt gestärkt. 

Ab Mittag führte Claude den Tross an. Es ging weiter nach Hüswil – Ufhusen. Dann via Huttwil, Rohrbach, links Richtung UrsenbachWalterswilWeiter nach Affoltern und über die Lueg – tolle Aussicht auf den Jura – Burgdorf, Oberburg, vor Hasle Richtung Utzigen zum letzten Kaffeehalt auf die Mänziwilegg. Von dort hat man einen wunderbaren Weitblick bis zum Neuenburgersee, den haben wohl nur Ernesto und ich gesehen (Fotos folgen auch hier). Nach Kaffee und Dessert führte Ernesto noch ein zusätzliches Briefing durch, damit nochmals die ganze Konzentration auf die letzten 40 km fokussiert wird. Wir sind wohl schon fast zuhause, aber eben noch nicht ganz, und alle waren doch schon langsam müde, es waren gar viele Kurven …   

Kurz vor 17 Uhr trafen alle wohlbehalten beim HD-Shop ein. Leider musste Dietu seine Harley stehen lassen, die wollte einfach nicht mehr fahren bzw. kein Gas mehr geben.

Noch eine kleine Statistik:

Ausgegangen waren wir von 16 Teilnehmern, schlussendlich waren dabei 21 Teilnehmer mit 17 Motorrädern – davon waren auch noch drei SAC-Interessenten mit dabei: Monika, Beat und Louis – vielleicht seid ihr ja das nächste Mal auch wieder dabei?

Für Extremstatistiker:

Was sagen uns die folgenden Zahlen: 205, 7.15, 43, 89, 1150 – die Traummasse der Emmentaltour, hä? Auflösung: 205 gefahrene Kilometer der gesamten Strecke7 Std. und 15 Minuten waren wir unterwegs, 43 Objekte mussten gesperrt werden, 89 mal war ein Sperrer im Einsatz, und was ist mit der Zahl 1150? Diese km ist Ernesto gefahren um die Tour zu rekognoszieren (einmal war Clödu mit dabei, und zwar mit dem Auto beim schönsten Wetter, es war verdammt hart für ihn, doch für all die Abzweigungen, Kreisel etc. zu notieren, war es halt praktischer). Dafür sind die beiden ein letztes Mal noch am Freitagnachmittag mit den Motorrädern die Strecke abgefahren. 

Für die zum x-ten Mal abgefahrene Strecke bekommt Ernesto bei diversen Orten, wie z. B. LauperswilRüderswilOberburg etc. das Ehrenbürgerrecht, damit er einmal im Ort bleibt und nicht immer durchbrettert.

Ein Riesendank an Clödu, der sich innerhalb kürzester Zeit mit der Strecke vertraut gemacht hat, sich in den Ablauf eingearbeitet hat und sich mit dem oft unbequemen ROH Ernesto herumschlagen musste. Dafür bekommt er den Preis: „The best Junior-Roadcaptain-Aspirant-Award“.

Und nicht zu vergessen, die Sperrerin und die Sperrer, die uns sicher durch und um alle Ecken, Kreisel, Abzweiger usw. geführt haben, DANKE VIEL MAL.

 

Euer Schreiberling

Renate

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