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Charity Anlass Sommermärit Stiftung Bubenberg Spiez - 20. Juni 2015

Der Tag begann für uns Walliser relativ früh. Am vergangenen Wochenende hat die Laune des Wettergottes so verrückt gespielt, dass wir unsere Bikes in Pension gegeben haben. Sie durften eine Woche im Bruch, im Heu schlafen und eimmal eine Woche bei Didu und Moni geniessen. Danke schön. Wie gesagt, wir starteten unsere Reise früh morgens vom Wallis in Richtung Thun, um unsere Ferienpläuschler wieder in Empfang zu nehmen. Nachdem wir herzlich begrüsst wurden, fuhren Didu, Oli4 und ich vom Bruch wiederum zum Shop in Thun. Die Stimmung war, trotz der selben miesen Laune des Wettergottes wie an den vergangenen Tagen, sehr gut. Hiermit möchte ich ihm doch mal mitteilen: Hallooo wir lassen unsere Freude am Biken und am Chapter durch dich nicht vermiesen. Nun also genossen wir in Thun noch einen Begrüssungskaffe, probierten die Hoodies für die Bestellung, diskutierten über wasserdichte Klamotten und über dies und das. Voller Tatendrang startete die Gruppe Richtung Spiez. Zur selben Zeit machte sich irgend wo in Thun ein Kätzchen ebenfalls auf den Weg. 

Wir wussten nicht, ob nun jemand im Himmel weint oder die Sonne so schwitzt. Die Strassen von Thun waren auf jeden Fall nass. Aber wir liessen uns vom Nieselregen und vom Verkehr in Thun nicht abhalten. Der Bus und eine rote Ampel wollte unseren Konvoi trennen. Doch das gelang ihnen nicht. Was auch immer heute gegen uns war. Dieses Etwas wollte nicht, dass wir pünktlich in Spiez ankommen. Da war es nun, dieses Kätzchen. Ach was sag ich. Dieser „kami“katze Wollknäuel. Die Katze hatte unseren Harleys den Kampf angesagt. Das Timing war perfekt. Die Katze hechtete über die Gwattstrasse und versuchte Dietus Bike zu treffen. Doch sie war zu schnell. Nur um wenige Millimeter hatte sie das Vorderrad der weissen Harley verpasst. Mit einem sehr bauschigen Schwanz zeigte sie uns ihren Adrenalinschub und hechtete davon. Wenn ihr jetzt denkt das wars, dann muss ich euch enttäuschen. Es kommt wie es kommen muss und bei den nassen Strassen liegt ein Bike ruckzuck in der Horizontalen. Nachdem wir alle schnell reagiert hatten, konnte der Verkehr geregelt, erste Hilfe und Telefondienst geboten werden. Nach kurzer Zeit erschienen Fahrzeuge mit tatütata und auffallend leuchtenden Dächern. Es stellte sich später heraus, dass diese Entscheidung gut war. Also liebes Etwas, wir kamen dann doch noch (mit einer Person weniger) in Spiez an. 

Verpasst hatten wir noch nicht viel. Unser lieber Freund der Wettergott hat dafür gesorgt, dass der Vormittag noch ruhig zu und her ging. Immer wieder schwitzte die Sonne sich aus, was auch einige Besucher vom Gelände der Stiftung abhielt. Thömu und Brigitte hatten bereits den Stand vorbereitet und wir konnten unsere Bikes in Position bringen. Zur Begrüssung brachte man uns Tabletts mit frischem Kaffee und eine Menge Sandwiches. Für die einen ein Schmaus und für die anderen zu viel Gemüse. Es hatte etwas Maiskörner im Brot. Die Zeit erlaubte es mal durch den Markt zu schlendern und die tollen gebastelten Dinge der Heimbewohner zu begutachten. Und dann startete unsere Aktion in gemächlichem „Tempo“. Eine Besucherin hatte sogar ihren eigenen Helm und die eigene Jacke mit, weil sie die Ausfahrt auf einer Harley schon geplant hatte. Die Teilnehmer waren bunt gemischt. Von Jung bis Alt und von Gesund bis Invalid war alles dabei. Ab 20.- waren die Interessenten dabei. Dieses Jahr kam Wolfi mit seinem V8 Chevelle SS und bot ebenfalls Ausfahrten an. Dieses Angebot wurde genutzt (wenn auch nur einmal) und Wolfi fand innerhalb der Chapterfamilie tolle Aufpasser für seine Jungs. Unsere Biker hatten plötzlich viel zu tun. Die Warteschlangen wurden immer länger und die Pausen der Fahrer immer kürzer. Auch Heimbewohner durften mit fahren. Bei ihnen war die Freude riesig. Nach einem langen Tag, viel verbrauchtem Benzin, immer und immer wieder die selbe Strecke fahren, halfen wir noch beim Aufräumen. Wir bekamen zum Schluss noch Getränke und Gebäck aus der hauseigenen „Backstube“ serviert. Gratulation an die Backstube. Für unser Wohl wurde gut gesorgt. Aber die grösste Belohnung waren die Heimbesucher. Diese Freude beim Fahren, die strahlenden Augen und die dicken Umarmungen nach der Fahrt. Das ist unbezahlbar. Auch wenn diese Menschen sich nicht mit Worten verständigen können, so können sie uns mit ihren Gefühlen und Ausdrücken danken. Und das ist der grösste Lohn an so einem Tag. Nebst der Freude welche wir verbreiten durften, konnten wir der Stiftung doch wieder einen schönen Betrag übergeben. Wir freuen uns auf den nächsten Sommermärit und über jedes Mitglied, welches auch ein Teil dieses besonderen Anlasses sein möchte. 

Zum Schluss wünsche ich unserem Patienten eine gute Genesung. Unsere Gedanken waren auch bei dir und dieser Vorfall hat doch einen Schatten auf den Anlass geworfen. Wir wissen ja, wie gerne du dabei gewesen wärst. Nächstes Jahr klappt es bestimmt. Werd schnell wieder fit und lass dich nicht „unterkriegen“.

Gruss Alexandra

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Kommentare: 4
  • #1

    Didu (Sonntag, 21 Juni 2015 07:12)

    Hallo Alex. Hammer bericht. Vielen Dank. Der verunfallten Person alles alles gute. Gruäss Didu

  • #2

    Monika (Sonntag, 21 Juni 2015 09:31)

    Hey Alex
    Super gschribe!
    Liebs Grüessli Monika

  • #3

    Moni (Sonntag, 21 Juni 2015 09:48)

    Hey Sis
    E absolute hammer Bricht. Du hesch das genial gschriebe. O ig wünsche em verunfallte Chaptermitglied vo ganzem Härze gueti Besserig!!
    Liebs Grüessli, Moni

  • #4

    Brigitte (Sonntag, 21 Juni 2015 10:00)

    Superbricht, Alexandra!!! Danke, jitz machend mi grad hinder d Föteli zum ufelade.
    Schöne Sunntig. Liebi Grüess Brigitte u Thömu