Wallis Ride 01.-03.07.2016

Freitag, 1. Juli 2016

Bei strahlendem Sonnenschein haben sich um 09.00 Uhr 16 Motorräder und Ihre BesitzerInnen vor dem HD-Shop getroffen und die Laune war bei allen bestens. Bei Kaffee und den von Noldi gesponserten Gipfeli – MERCI VIEL MAL NOLDI – wurde die Vorfreude auf die kommenden 3 Tage immer wie grösser. Aber halt, da war doch noch was….. HAPPY BIRTHDAY TO YOU – liebe Mag­gie. Für das neue Lebensjahr wünschen wir Dir alle von ganzem Herzen nur das Beste!!

Pünktlich um 09.30 Uhr wurde dann die Strasse Richtung Simmental unter die Räder genommen. Der Verkehr meinte es gut mit uns und somit sind wir zügig vorwärts gekommen und haben die schönen Kurven durch die „Munichrine“ richtig genossen.

Auf dem Col du Pillon wurde ein erster und kurzer „Bislihalt“ eingelegt und weiter ging es Rich­tung Kreuzpass. Die Strasse über den Col de la croix hat das Letzte von unseren Federn abver­langt und der/die eine oder andere FahrerIn wurde schon mal trotz angepasster Geschwindigkeit aus dem Sattel gehoben. Die Holperpiste wurde jedoch von allen bravurös gemeistert, die Gegend war einfach nur wunderschön und die Sonne lachte mit uns um die Wette. Die Fahrt ging weiter durch die Weinberge Richtung Bex. Beim „Pissevache“-Wasserfall in Vernayaz trafen wir dann auch endlich auf unsere beiden Organisatoren Alex und Oli. Die grosse Begrüssung musste jedoch noch bis zum „Relais de la Sarvaz“ warten, wo wir ein feines Mittagessen eingenommen haben.

Frisch gestärkt und um ein paar Sprachkenntnisse reicher (Féra ist nicht wie in Wikipedia be­schrieben eine ausgestorbene Fischart, die komischerweise auf einigen Tellern zu finden war J - Féra ist ganz einfach ein Fisch Namens Felchen) ging die Tour mit 18 Motorrädern weiter. Oli führte uns durch das schöne Wallis unserem ersten Höhepunkt entgegen. Schon von weitem sa­hen wir die Pyramiden von Euseigne. Die Pyramiden sind eines der bekanntesten Naturdenkmäler des Eringertales. Die Erdpyramiden entstanden vor rund 80‘000 bis 10‘000 Jahren und stehen unter dem Schutz der Eidgenossenschaft. Wir waren alle sehr beeindruckt, was die Natur da ge­schaffen hatte.

Nach diesem kurzen Zwischenstopp ging es auf die letzte Etappe dieses Tages – ins Hotel des Haudères im Val d’Hérens. Nachdem unsere Motorräder hinter dem Haus parkiert waren, konnten einige von uns ihr Zimmer bereits beziehen und die ersehnte Dusche geniessen, andere mussten noch warten, da die Dame des Hauses noch nicht mit allen Zimmern fertig war – und das um ca. 17.00 Uhr!!! Fertig wurde sie dann auch nie… Jene, welche noch auf ihr Zimmer warten mussten, genehmigten sich in der kleinen Bar gleich neben dem Hotel an den Steh-Wackel-Tischen schon mal ein Bierchen oder Panaché und machten mit der alteingesessenen Dorfbevölkerung Bekannt­schaft, welche doch partout nicht auf „ihren“ Parkplatz verzichten wollten, auch wenn sie uns fast über die Füsse gefahren wären. Ja und dann waren da noch Dietu und Noldi, die doch unbe­dingt der netten Dame aus der Dorfbäckerei helfen wollten, die Baumstämme vor dem Laden umzuplatzieren – der SAC, dein Freund und Helfer.

Das Abendessen war dann Erlebnisgastronomie pur!! Im Dancing des Hotels, welches wohl in den frühen 90er Jahren seine besten Zeiten hatte, durften wir Platz nehmen und uns schon mal an den bereits aufgetischten Wallisertellern die Bäuche voll schlagen – oder sollte ich eher sagen die Zahnlücken füllen?? Danach gab es Raclette à discretion oder so… Der Papa der Dame des Hauses hat zwischen Bierchen trinken und plaudern die Raclette abgeschabt und Madame hat die Teller dann serviert, verteilt, eingesammelt, zwischendurch mal „mon Dieu“ gerufen, wenn Papa wieder nicht am Ofen stand und der Käse schwarz wurde und und und… Wer nicht dabei war, der kann sich kaum vorstellen, wie amüsant das Ganze eigentlich war… Der Höhepunkt war dann das Des­sert… 3 frisch aus der Büchse kommende Ananasscheiben, schwimmend in Schnaps und ohne Rahm. Anyway, jeder hatte wohl mehr oder weniger genug im Bauch und so ging ein erster ein­drucksvoller, schöner und lustiger Tag zu Ende…

 

Samstag, 2. Juli 2016

Die Sonne lacht – noch!! Leider sollte das nicht so bleiben… Während dem wir uns am doch recht netten Frühstücksbuffet gestärkt haben, hat sich die Sonne wieder verzogen und somit starteten wir unseren 2. Tag mit Regenkleidern. Nachdem Alex den Kampf betreffend der Rechnung mit der Dame des Hauses nach endlosen Minuten doch noch gewonnen hatte, starteten wir Richtung „Barrage de la Grande-Dixence“. Kurvenreich ging es den Berg hinauf und dann stand sie plötzlich gross, imposant und bedrohend vor uns – Grande Dixence. Bei unserer Ankunft zeigte sich sogar die Sonne etwas gnädig und somit haben einige von uns keine Mühe gescheut, mit dem kleinen Bähndli hinauf auf die Mauer zu fahren. Die Fahrt hat nicht wirklich lange gedauert, doch als wir oben angekommen sind, empfing und dicker Nebel und Regen, so dass uns der Blick von oben nach unten verwahrt blieb. Der Ausblick wäre bestimmt gigantisch gewesen. Unten wieder ange­kommen, schien dann wieder die Sonne – was mache mir äch falsch?!?!!

Unsere Tour führte uns kurvenreich wieder hinunter ins Tal wo unsere Fahrt über Grône, Chalais, Salgesch, Leuk und Thurtmann (um nur einige Ortschaften zu nennen) nach Gampel in die Tratto­ria la Bruschetta führte, wo wir unser Mittagessen einnehmen wollten. Dort wurden wir auch schon sehnsüchtig von Kathrin erwartet (naja, wenigstens einer von uns sehnsüchtig J ). J.P. und Ernesto gesellten sich auch noch zu uns und wir genossen mehr oder weniger zügig das feine Essen. Nach dem Essen ging unsere Tour weiter zu HD Wallis in Raron (dort wurde dann auch meinem Auspuff wieder Leben eingehaucht). Kaum dort angekommen, hat sich Ernesto auch schon wieder von uns verabschiedet. Nach einer kurzen Einkaufstour durch den Shop, einer Erfri­schung spendiert durch den Dealer und unserem 1. Fotoshooting gings weiter nach Visp zum Stockalperschloss.

Beim Stockalperschloss wurden wir von Saskia, Olis Tochter und ihrem „Kollegen“ Luca erwartet und die Motorräder schön in Reih und Glied parkiert fand das 2. Fotoshooting statt. An dieser Stelle ein MERCI an Saskia, dass sie unseren Haufen in das rechte Licht gerückt hat.

Da es bereits späterer Nachmittag war haben wir auf einen Besuch des Stockalperschlosses ver­zichtet und die letzte Etappe zu unserem Hotel in Bellwald wurde wiederum kurvenreich in An­griff genommen. Im Aparthotel Ambassador angekommen wurden wir alle für die Unterkunft der 1. Nacht entschädigt. Die Zimmer waren alle top, fertig und bezugsbereit und nun haben sich auch jene eine Dusche gegönnt, welche einen Tag davor aus „hygienischen Gründen“ darauf verzichtet hatten.

Vor dem Abendessen haben wir uns in gemütlicher Runde den einen oder anderen Apéritif ge­gönnt und die Stimmung war absolut toll. Das Menu, welches uns dann erwartete, war schlicht­weg einfach der Hammer. Nach dem Amuse Bouche namens „Cholera“ gab es ein traditionelles Oberwalliser Sommermenu: Siädfleischsalat mit Grissini und Boretch-Lauch-Suppe (Vorspeise), Bellwalder Schnitzel mit Brathörpfeniwirfeli und einem Apfel-Zwiebel-Chutney (Hauptgang), Ämbrichüfloit mit Aprikosenkompott (Dessert) – eigentlich wollte ich ja das ganze Menu in Wal­lisertiitsch schreiben, habe es jedoch leider Verpasst, die Tafel zu fotografieren…

Der geniale Tag fand seinen Abschluss bei viel Gelächter, guten Gesprächen und gemütlichem Beisammensein mit der Chapter-Family…

 

Sonntag, 3. Juli 2016

Wo man hinschaut Nebel – einfach nur „chrisdicke Näbu“. Beim z‘Mörgele jedoch vorwiegend sehr zufriedene Gesichter und der Optimismus nimmt überhand, dass sich das Wetter bis zu unse­rer Abfahrt um 10.00 Uhr bessert. Und so sollte es dann auch sein…

Das Frühstücksbuffet bietet für jedermann/frau etwas und die kleine Merle (die Tochter des Wirte Ehepaares) zaubert mehr oder weniger jedem ein Lächeln ins Gesicht – gäu Fritz (Merle: wie heisst Du? Fritz: Fritz. Merle: Wie? Fritz: Fritz. Merle: Wie? Fritz: Fritz!!  Fritz, die Chlini het definitiv meh Usduur als Du J J J ).

Wie bereits erwähnt hat sich pünktlich um 10.00 Uhr die Sonne durch den Nebel gekämpft und somit traten wir unseren 3. Tag bei Sonnenschein und Spalierstehen der Ambassador-Crew an. Die Fahrt ging wieder hinunter ins Tal nach Fürgangen, wo uns Alex’s Eltern Matilde und Rudi freudig erwarteten. Und bereits war die erste Mutprobe für diesen Tag angesagt. Wer wagt sich über die 280 m lange und max. 92 m hohe Hängebrücke „GOMSBridge“ über die Lammaschlucht von Für­gangen nach Mühlebach?? Ein Grossteil hat sich diesem Abenteuer gestellt und ist über die Brücke geschwankt – anders kann man die Gangart nicht beschreiben, denn einige „jung gebliebene“ Herren hatten einfach das Schauckelverbot missachtet und einen Riesenspass dabei.

Das war wirklich ein Erlebnis und die Fahrt ging weiter durchs Goms Richtung Grimselpass. In Obergesteln haben uns dann leider Alex, Oli und Alex’s Eltern wieder verlassen. Die Beiden sind leider noch immer nicht so fit und an dieser Stelle noch einmal ein riesengrosses GUETI BESSERIG UND HÄBET NECH SORG!!!

Somit übernahm J.P. die Führung der Truppe und unter Begleitung der Sonne ging es dem Grim­selpass entgegen. Das Verkehrsaufkommen war enorm, was ja aber bei solch einem Wetter nicht anders zu erwarten war. Unterhalb der Passhöhe war der Nebel dann aber doch stärker als die Sonne. Stockdichter Nebel und eine enorme Kälte haben uns sogleich wieder vom Pass runter nach Innertkirchen getrieben, wo wir in unserem altbewährten Restaurant den letzten Halt für diese Tour gemacht haben.

Für den Rest dieses tollen Rides wurden wir dann wieder von der Sonne begleitet und unsere Hände wurden schnell wieder warm (bei einigen waren nicht nur die Hände kalt geworden…). Glücklich, zufrieden und ohne grössere Vorkommnisse haben wir uns Thun und unserem Aus­gangspunkt langsam genähert. Vor dem Shop hat sich die tolle Truppe, die einmal mehr 3 wun­derschöne und super organisierte Tage gemeinsam geniessen durfte voneinander verabschiedet und sich in alle Himmelsrichtungen verteilt.

Mir bleibt nur noch…

MEGAGROSSES MERCI zu sagen an Alex und Oli und natürlich auch Wolfi: Ihr habt einen top or­ganisierten, abwechslungsreichen, interessanten und – ach einfach grandiosen Wallis-Ride-Out organisiert, welcher bestimmt nicht so schnell vergessen geht.

RIESENGROSSES MERCI zu sagen allen Sperrern: Didu, Dietu, Clödu, Daniele, Dänu – Ihr habt die Truppe einmal mehr sicher durch jeden Kreisel und über jede Kreuzung gebracht, war sofort zur Stelle, wenn’s ums parkieren ging und habt auf uns aufgepasst.

GROSSES MERCI zu sagen dem ganzen verrücken Haufen: Ihr habt wieder mal alle dieses Wee­kend zu dem gemacht, was es einfach war: Eifach nume absolut genial und unvergässlich!!!

 

Eure Moni

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Kommentare: 1
  • #1

    Alex (Mittwoch, 06 Juli 2016 20:37)

    Merci Moni fer der Bricht. Chliini Korrektur: z Stockalper isch in Brig und nid z Vischp ;-)
    Fer so es tolls Weekend brüchts nid än güäti Organisation, sondern d richtigu Liit mit der richtig Stimmig derzüä. Wiär hei eiw z Danku. So macht z Organisiäru richtig freid. Und uber das wa nid so chu isch, wiäs hätti sellu, wird länger gred und glacht.
    Grüässji und bis bald
    Alex