Slow-Down Ausfahrt vor grandioser Kulisse am 14.08.2016

Gut gelaunt trafen die Teilnehmer um 09:30 Uhr beim HD-Shop ein. Die Aussicht auf ein Ride-Out bei schönstem Wetter war Grund genug um freudige Erwartungen bei den 14 Teilnehmenden mit 11 Maschinen zu wecken.

Das Briefing von Didu war kurz und bündig, die geplante Fahrt führe um den Thunersee auf schmalen Strassen. Zur allgemeinen Überraschung führte uns Ernesto anfänglich weg vom See, via Uttigen, Kirchdorf und Mühledorf fuhren wir Richtung Gurnigel bevor sich der Tour-Leader entschied, im Gürbetal spontan abzubiegen und die allgemeine Richtung zum Thunersee einzuschlagen. In der Nachschau war die Fahrt bis Reutigen via Mühlethurnen, Noflen, Uetendorf-Berg, Thierachern, Amsoldingen und Zwieselberg die Angewöhnung an die Strassen und deren Breite, die wir während der weiteren Fahrt befahren sollten. Wie von Didu gesagt nicht amerikanisch (viele Spuren, breite Strassen), sondern halt einfach typisch Oberländisch. SAC Territorium halt…

Nach den Chapfkehren, die wir in flottem Tempo befuhren, gings via Wimmis, Hondrich und Aeschi nach Krattigen zum ersten Halt. Erstes Highlight des Tages war die Aussicht auf den Thunersee und die umliegenden Berge. Was uns Mutter Natur bei bestem Wetter geboten hat war schlicht fantastisch. Entsprechend gelöst war die Laune der SAC’ler bei Kaffee und Gipfeli die von Peter übernommen wurden. Vielen Dank an dich Pesche.

Kurz vor dem Aufbruch informierte uns Didu über einen unbeleuchteten Tunnel von 1800 Meter Länge und riet uns, Sonnenbrillen vorher abzulegen. Oha Lätz, was kommt auf uns zu? An dieser Stelle, halt einmal mitten im Text und nicht traditionell am Schluss, muss die Arbeit von unseren beiden Sperrern gewürdigt werden. Nebst dem gewohnten super Service haben Clödu und Didu auch die schwierige Aufgabe, das „Einfädeln“ des Trosses auf die stark befahrene Strasse nach dem Leissigentunnel souverän gelöst. Danke euch beiden für euer Engagement.

Wir waren froh, die Hauptstrasse vor Interlaken wieder verlassen zu können, das Verkehrsaufkommen war enorm, die Durchschnittsgeschwindigkeit entsprechend tief. Bei der Talstation der Heimwehfluhbahn bogen wir ab und fuhren neben der Brauerei Rugen vorbei durch das schöne Wilderswil. Weiter gings in Richtung Stechelberg. Nun folgte die erste Herausforderung. Die Strecke nach Isenfluh ist nicht lang aber schmal und mit einigen Spitzkehren. Das Tüpfli auf’s i war dann der Kehrtunnel, finster und schmal aber mit einem tollen Echo, grandios. Bei 11 Harley’s ist schon fast ein Gehörschutz nötig, fast so laut wie am Konzert von AC/DC…
In Isenfluh angekommen wartete das nächste Highlight auf uns. Die Aussicht auf die Berge war grandios, entsprechend gross war die Zahl der Fotografinnen und Fotografen, die sich eine Erinnerung einfangen wollten. Nach dem Genuss der Landschaft haben wir uns verpflegen können und über dieses und jenes gelacht. Nicht fehlen durfte die Kalbsforelle und der „dreier Dezi“.

So, nun runter ins Tal und sich dem Verkehr stellen. Bei den nun herrschenden Temperaturen keine wahnsinnig „coolen“ Voraussetzungen. Aber halt, Ernesto hatte noch einen Trumpf im Ärmel. Nach einer kurzen Vorstellung im Kreisel beim Bahnhof Interlaken West ging es in Richtung Habkern. Was soll das haben sich sicher einige gefragt, der Schreibende eingeschlossen. Ist ja eine Sackgasse, hoch und runter auf derselben Strecke? Weit gefehlt, die Strasse wurde immer schmaler und zog sich via Bort immer höher über Habkern hoch. Moment, ist das auf gleicher Höhe nicht der Harder? Tatsächlich, und kurz darauf ein Wegweiser nach Beatenberg. Die Fahrt trotzte den Fahrern/Passagieren und Maschinen alles ab. Es ist nicht einfach, gleichzeitig im Konvoi zu fahren, dem dumpfen Klopfen der Maschinen zu frönen und die Darbietung der Bergwelt zu bestaunen. Ich glaube, Ernesto hat dies gespürt und uns in der Holzegg die Gelegenheit gegeben, das ganze Gebotene zu verarbeiten. Fotoapparate wurden gezückt und das Wissen über die Berge ausgetauscht. Vorausschauende hatten Getränke dabei, einige sogar isotonische. Die Fahrschule von Jürg zeigt immer mehr Nachhaltigkeit, siehe die Bilder. Weiter gings nach Beatenberg und durchs Grön nach Sigriswil. Der Streckenposten war schon parat, Renate schwenkte die orange Harley-Flagge zum Trinkhalt. Danke an dieser Stelle an Renate und Ernesto für die Gastfreundschaft und die gekühlten Getränke. Wer meint das sei es gewesen irrt sich, Ernesto hatte noch eine weitere Überraschung parat.

Nach dem Start in Sigriswil ging’s hoch über dem Thunersee weiter, praktisch ganz ohne Verkehr. Via Tschingel und Heiligenschwendi gings durch das Wolfbachtal nach Buchen und weiter nach Teuffenthal. Um zu unserem dritten Halt zu kommen durchfuhren wir das Cheistli und das Eriz und machten wiederum Halt bei Friedrich’s, nur diesmal beim Junior. Monika wartete mit kühlen Getränken und feiner Züpfe auf uns. Auch an dieser Stelle herzlichen Dank an Monika und Didu für die Bewirtung. Hier wurde der Ride aufgelöst, die Heimreise erfolgte individuell.

 

Danke an Ernesto und Didu für die Planung der Tour sowie Clödu und Didu für die anspruchsvolle Aufgabe als Sperrer.

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Kommentare: 4
  • #1

    Ernesto (Mittwoch, 17 August 2016 07:43)

    Noldi
    Danke viu mou für dä super Bricht. We me das list, ghörte ma grad wieder d'Motore donnere im Isefluh-Tunnel...
    Ernesto

  • #2

    Didu (Mittwoch, 17 August 2016 07:50)

    Hallo Nöudu. Vielen Dank für den Hammer bericht. Eine Ausfahrt ist immer nur so toll wie diejenigen die mitfahren.
    Gruäss Didu

  • #3

    Moni (Mittwoch, 17 August 2016 07:54)

    Danke Noldi für dä super Bricht - so hani doch wenigschtens i "mim" eigene Film gemäss Dim Beschrieb chönne drbi si - BRAVO!!
    LG, Moni

  • #4

    Ernesto (Samstag, 20 August 2016 09:24)

    Hi Noldi

    Hier auch der Kommentar zu den Fotos; Sehr schöne Bildli. Jedes genau im richtigen Moment "eingefangen"! Die grandiose Landschaft kommt sehr schön zum Tragen.
    Danke viu mou
    Ernesto