Drei-Seen-Fahrt................

................................. mit 24 Personen, 21 Motorrädern, einem Trike, einem  „Schlitzohr“ und einem „Pokerface“ 

Auflösung folgt im Text.

 

War das wieder mal ein Start in den Sonntag. Das schönste Wetter, angenehm warm und eben 24 gut gelaunte SACler, die sich vor dem Harley Shop zur Ausfahrt trafen.

Ein etwas „markiges“ Briefing von Jack mit Aussagen wie: 

  • Vorbereitet ist nichts, weiss noch nicht genau wo wir (eben Jack und Dietu) durchfahren
  • Wer essen will, soll das vorher oder nachher tun- Wir trinken nach ca. einer Stunde einen Kaffee, dort kann auch gepinkelt werden, aber dann wird Motorrad gefahren…
  • Es gibt eine drei Seen Fahrt
  • Safety First (danke Jack)
  • Wir fahren in Richtung Heimberg weg, stelle mein Trike vor, stellt bitte eure Motorräder hinter das Trike
  • Dann noch die Nennung von Roadcaptains, Schlussfrau, Folksleader und „Berichteschreiber“
  • Fertig los!

Oh diese Morgenluft, seidig fein umschmeichelte der Fahrtwind Gesicht und unbedeckte Haut. Noch angenehme Temperaturen. Alles wird sich ändern (dachte ich mir). Die Fahrt ging Richtung

Münsigen, Rubigen, Worb, Stettlen, Ittigen, Sand nach Schönbühl und dem Moossee entlang.

Eine Gegend die ich bestens kenne. Bei der Passage des Moossees zeigte Jack mit einem Finger an, dass er einen Sperrer bräuchte. Was, dachte ich, der nächste Kreisel ist noch weit entfernt, aber gehe ich halt mal. Weil Jack (fast) nie unkorrekte oder falsche Sperrhinweise anzeigt… Alles sollte sich noch auflösen.

Dann Schnottwil, Hessigkofen und Abzweigung ins Biberntal und der Aare entlang via Leuzigen und Nennigkofen nach Solothurn. Eine Motorradstrecke sondergleichen. Eine Landschaft wie im Bilderbuch. 

Jack führte uns ins Restaurant Pier 11 direkt an der Aare. Schön gelegen und gutes Ambiente. Dass Motorengebrüll der 22 Maschinen und das Prozedere beim Parken (gegenseitige Hilfe) lockte viele Zuschauer an. Das alles konnten sie noch zwei Mal geniessen. Denn kaum sassen wir alle (waren da nicht sogar Tische reserviert? Nur so von wegen nichts vorbereitet), kam die Wirtin und wollte, dass die Maschinen umparkiert würden. Machten wir doch gerne. Also das ganze Prozedere noch mal von vorne. Und wieder Zuschauer. Übrigens, beim Essen stellte ich fest, dass es noch impulsivere Menschen gibt als ich es bin. Der Surfer mit seinem Brett wurde ganz klein als Oli4 ihm sagte, dass er gefälligst aufpassen solle und mit seinem Brett nicht seine Harley beschädigen soll.

Dann die erste Überraschung. Pier 11 bot Sandwiches an UND Jack sagte, dass wir genügend Zeit zum Essen hätten… Irgendwie ging mir das nicht auf… Die Jungs und Mädels (heute geht Schönheit vor Höflichkeit) wussten vor lauter Freude, dass sie was essen durften, nicht mehr was sie bestellt hatten, oder sie waren so in die Gespräche vertieft, dass sie die Kellnerin nicht hörten, die jede „Lieferung“ gefühlte 10 mal ausrufen musste, bis dann irgend jemand merkte, dass das eben sein Sandwich gewesen war, das wieder zurück in die Küche ging oder grad von jemand anderem gegessen wurde..

Dann fragte ich Jack, warum er mich am Moossee so früh zu dem Kreisel geschickt hätte. Seine Antwort: Nix Kreisel, wollte Dir nur den Ersten See der Rundfahrt zeigen…

Dann die Aussage von Jack (mir gegenüber): Ab jetzt weiss ich nicht mehr weiter. Dietu wird jetzt führen. Genau da hätte ich ihm in die Augen schauen sollen, dann hätte ich vielleicht sein schelmisches Lächeln gesehen. Schlitzohr! Dietu sass vis a vis und machte auf grosses Pokerface. Keine Regung, kein Grinsen nix. Jedenfalls bin ich den Beiden voll auf den Leim gegangen.

Bei der Wegfahrt führte wieder Jack den Tross an. Er führte übrigens den Tross über die gesamte Tour an. 

Aber bei der nächsten Tankstelle musste angehalten werden. Urs Marty „der Walliser“ merkte, dass seine Maschine Öl verliert. Eine Harley notabene keine Indian… Viele Hände konnten den Schaden auch nicht beheben, und Urs musste auf direktem weg nach Hause fahren. Was sehr schade war. Bei dieser Gelegenheit konnten die Sportster-Fahrer gleich noch tanken. Als alles wieder OK war, gings weiter Richtung 

Grenchen, Arch, Büren an der Aare, Scheuren, Brügg, Port, Sutz, Mörigen, Täuffelen, wunderschön am Bielersee entlang. Hagneck, Lüscherz, Erlach, Gals, Witzwil am Neuenburgersee. 

Eine Betonstrasse voll durch die Weinberge. Kein Verkehr. Tja, dachte ich, der Jack kennt sich halt aus. 

Dann via Lugnorro, Bas-Vully, Haut-Vully nach Vallamand. Halt in einem tollen Restaurant direkt am Murtensee gelegen. War nicht angekündigt, dass am Nachmittag nur Motorrad gefahren würde (Schlitzohr Jack). Auf die wunderschöne Beton Strasse angesprochen, meinte Jack, dass er diese noch nie gefahren sei und nicht wusste, ob diese nicht plötzlich als Sackgasse enden würde… Was will das uns sagen? Jack kann sich verfahren und niemand merkt es… Einige waren schon toll müde, jedenfalls war es ruhiger als noch beim ersten Halt. Die Sprüche kamen nicht mehr so träf. Jack kündigte an, dass wir im Restaurant Thalgut die Fahrt bei Glace beenden würden. Also fuhren via

Sugiez; wollten wir fahren... Aber noch am Murtensee schaffte es unsere Gastfahrerin Evelyne ihre Harley in einige Einzelteile zu zerlegen. Bidu sei Dank konnte auch dieser Schaden behoben werden. Gerüchte sagen, dass Evelyne von Harley Thun ein Angebot als Werkstatt-Mitarbeiterin erhalten habe. Sei sie doch der einzige Mechaniker der die Maschine während der Fahrt zerlegen kann… 

Weiter gings via Kerzers, Gurbrü, Laupen, Neuenegg, Thörishaus, Niederwangen, Köniz, Wabern, Kehrsatz Belp nach Toffen in die Oldtimer Galerie. 

Jetzt war ich restlos ratlos. Sollte das nicht das Thalgut sein? Warum ist hier im Oldtimer Restaurant dann ein Tisch für uns reserviert? Was will uns das sagen? Jack kann ein Ziel nennen, wir fahren ein ganz anderes an und auch dort ist reserviert??? Egal, Jederfrau/mann genoss die verschiedenen Glace-Spezialitäten, die sehr aufmerksam und freundlich serviert wurden. Jack machte noch das Schlussbriefing und ein Gruppenfoto. Dann noch die Nachricht von Bidu, dass es in der Region Thun schiffen würde. Einige (will keine Namen nennen, gell Renate…) wollten sogar den Regenschutz anziehen. Jedenfalls kamen wir trocken in Sigriswil an. 

Danke, Jack Schlitzohr und Dietu Pokerface, das habt ihr grossartig gemacht! Gratulation. Das war eine tolle Ausfahrt. Super Strecke, super Restaurants und alles mit viel Humor zelebriert. Für den Tross hinter euch war es Erholung pur.

Den Sperrern Bidu, Dietu, Oli4 und Clödu ein grosses DANKESCHÖN für die engagierte und aufmerksame Arbeit. Man sieht euch an, dass ihr am Sperren (oder am wieder nach vorne fahren), toll Spass habt.

Ein grosses Dankeschön auch der letzten Frau im Tross. Schlussfrau Eva, du hast einen absolut tollen Job geliefert. Punktgenaues Fahren in Reinkultur. Bravo! 

Was ist dem Schreibenden noch aufgefallen:

  • Alle waren entspannt aber konzentriert beim Fahren
  • Wir hatten es sehr lustig
  • Da war doch noch was…  
  • Die erste Frau im Tross. Monica als Folksleader. Monica, ich habe es dir bereits gesagt; sehr gute und konzentrierte Arbeit, die Du geboten hast. Auch ein grosses Bravo und ein herzliches Dankeschön.

Gruss vom Safety Officer und anscheinend Schreiberling Ernesto. Wir verabschieden uns jetzt in die Ferien. Wohin? Ratet mal…

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Kommentare: 4
  • #1

    Moni (Dienstag, 13 September 2016 09:20)

    Danke Ernesto - einmal mehr ein Bericht, welcher nicht zu toppen ist!! MERCI!!!

  • #2

    eva (Dienstag, 13 September 2016 12:26)

    danke für die bumen und den tollen bericht, ernesto! ich wünsche euch schlne und erholsame ferien! ☀️ greets von der schlussfrau

  • #3

    Marco (Dienstag, 13 September 2016 12:28)

    Gratuliere Ernesto. Manchmal übertrifft man sich selber!

  • #4

    Jack (Freitag, 16 September 2016 18:02)

    Danke lieber Ernesto! super Bericht! esch e cooli Usfahrt gsi mit Öich aune! liebe Gruss Jack