SAC Pfingstride nach Beaune vom 3. bis 5. Juni 2017

Samstag, 3. Juni 2017

Am Samstag in der Früh trafen sich die Delegation Berner Oberland und Wallis bei HD Thun. Das Wetter  war etwas durchzogen und wir hofften auf eine trockene Fahrt. Das Wetter konnte  die Stimmung nicht trüben und wir starteten bestgelaunt Richtung Jura. Damit wir zügig vorwärts kamen, wurde erst mal die Autobahn gewählt. Besser hätte man es nicht planen können und wir trafen die Teilnehmer aus Solothurn kurz vor unserer Ausfahrt auf der Autobahn. Mit 3 Personen mehr im Schlepptau fuhren wir zum Treff­punkt. Wie es der Zufall wollte trafen wir kurz vor dem Restaurant auf die Laupener und konnten fast komplett auf den Parkplatz des Treffpunkts fahren. Nun fehlt ein einziger Teilnehmer. Timing ist alles. Das Wetter meinte es gut mit uns und die kleinen Regenwol­ken entluden sich während unserer amüsanten Kaffeepause. Oli erklärte unseren Män­nern, dass es in Frankreich wichtig ist, mit hoher Stimme zu reden. Analog Digitec Wer­bung: „Bonjour paquet pour vous.“ Nach dem wir komplett waren und der etwas kompli­zierte Zahlvorgang endlich geklappt hatte, konnten wir unsere Tour durch den Jura über die Grenze Richtung Burgund fortsetzen. In Frankreich entdeckten wir viele „Vorsicht Radar“ Plakate und zufällig hatte es in dieser Region enorm viele Enten. Gäll Küsu. Durch unser aufmerksames Fahren hatten diese Enten keine Lust uns zu fotografieren.

An einem idyllischen Plätzchen/Parkplatz und bei bestem Wetter konnten wir an der Doubs gemütlich unser Picknick einnehmen. Einige schlenderten am Fluss entlang, andere lockerten ihren Hintern und eine widmete sich der Meditation. Wenn schon das Bike zu Hause bleiben musste, versuchte sie doch den Grund dafür weg zu zaubern.  Und schon fuhr der Tross wieder weiter Richtung Beaune.  Im Hotel angekommen wurden wir vom Patron herzlich begrüsst. Die Freundlichkeit, Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft der Gastgeber im Hotel Grillon in Beaune begleitete uns über das ganze Wochenende. Da bei der Reservation nicht alle beide Doodles beachtet hatten, wurde ein Zimmer zu wenig reserviert. Wie es der Teufel will, hat derjenige welche die Reservation übersehen hat, als einer der Ersten „seinen“ Zimmerschlüssel geholt. Das Missverständnis war gross und die „Stimmung“ wurde in Kürze etwas gehoben. Zimmertüren wurden geöffnet und andere Gäste zeigten sich von ihrer besten Seite.  Klärende Worte und unkomplizierte Mitglieder konnten das Problem beheben und ein kurzes Gespräch mit dem Patron wirkte beruhi­gend auf die anderen Gäste.

Nach dem Zimmerbezug und dem auffrischen der Members, wurde der Service des Ho­tels und das Bier aus der Region getestet. Beides  wurde als sehr gut bewertet und wir genossen beides noch öfters während unserem Aufenthalt. Der Garten mit Pool bot sich hier bestens an. Die Hotelanlage mit Garten war mit viel liebe zum Detail dekoriert und gepflegt. Bei jedem Durchgang gab es etwas Neues zu entdecken.

Eine Herausforderung stellte das Abendessen dar. Der Patron des Hauses war sehr er­staunt, als wir ihn nach einem guten Restaurant für das Abendessen fragten. Ob wir denn nicht reserviert hätten? Es sei doch Pfingsten und in Beaune sei über dieses Wochenende sehr viel los. Alle Empfehlungen des Hauses hatten keinen Platz mehr für 14 Personen. Schade. Dank Marco erkundigten wir uns nach einem Buffalo Grill. Bingo. Einige Minuten später hatten wir einen Tisch für 14 Personen reserviert. Da er sich bereits so ins Zeug legte und herum telefonierte, organisierte er uns gleich für den nächsten Abend das Es­sen. Merci beaucoup Monsieur Grillon.

Nicht nur die Reservation im Buffalo Grill wurde für uns erledigt, noch zwei grosse Taxis wurden bestellt. Diese kamen auch pünktlich zum vereinbarten Termin zum Hotel und 14 Nasen fuhren etwas ausserhalb zum Essen. Im Restaurant angekommen, entleerte sich der Himmel. Toll, die Bikes sind versorgt und wir mit dem Taxi unterwegs. Was will man mehr. Die Auswahl war gross und dies spiegelte sich in der Zeit der Bestellung. Die lustige Stimmung verkürzte jedoch die Wartezeit. Nach dem die Teller des Hauptgangs geleert waren, studierten einige dem Dessert nach. Doch andere verzichteten darauf und bestell­ten doch glatt nochmals eine Ladung Fleisch mit Beilagen. Für einige wären jetzt Turnübun­gen für die gute Figur sinnvoll und andere turnten noch immer herum um die  abgesessenen Pobacken wieder zum Leben zu erwecken. Ja so ein bequemes Bike mit einem tollen Sitz für den Sozius ist doch viel Wert bei solchen Wochenenden. Durch einen freudigen Fund eines 500er Euroscheins durch unseren Grafen, wurden heisse Diskussio­nen über Echtheit oder nicht entfacht. (Diese Diskussion entstand am Freitag nach dem Fund und dauerte bis am Samstag im Gault Millaut Restaurant an.) Der Mut mit diesem Schein zu zahlen, war zu klein und das Papier blieb in der Tasche. Satt und zufrieden wur­den wir von den beiden Taxis wieder abgeholt und ins Hotel gebracht. Dort angekommen konnten wir wieder einen hervorragenden Service geniessen. Da es im Hotel keine Bar hat und wir uns doch noch einen Schlummertrunk genehmigen wollten, wurden einfach einige Tische, die bereits zum Frühstück vorbereitet waren, wieder abgeräumt. Wir haben es versucht leise zu sein. Ob es uns gelungen ist, wissen wir nicht genau. Die Stimmung war so ausgelassen und toll, dass sich dies ansteckend auf den Patron ausgewirkt hat. Könnte auch daher führen, dass er doch sonst nicht so viel Bier verkauft.

 

Sonntag, 4. Juni 2017

Am nächsten Morgen überzeugte uns das Hotel Grillon, dass auch in Frankreich ein ausgiebi­ges und abwechslungsreiches Frühstück möglich ist. Der Himmel wurde blauer und die Wolken verzogen sich beinahe ganz. Nun fuhren wir los Richtung Chateau de Savigny. Die Fahrzeit dauerte nicht lange und beim Schloss angekommen durften wir doch glatt im Schlosspark parkieren. Die Türen wurden geöffnet und uns Einlass gewährt. Doch halt. Sind wir die falsche Gruppe und müssen wieder raus? Ach egal, ein paar Harley’s mehr, macht sich doch auch gut für die anderen Besucher. Es gab sehr viel zu sehen. Eine Abarth Oldtimer-Ausstellung, alte Motorräder und viele Modelle in verschiede­nen Grössen. Im Park dann enorm viele Kampfjets und Helikopter. Ach ja, da gab es doch noch eine Halle mit Traktoren. Unter anderem der „Flachlegetraktor“ oder wie war das noch gleich mit dem Abschleppen? Und die Feuerwehrautos oder Kutschen. Nach unserem längeren Aufenthalt im und ums Schloss fuhren wir weiter in irgendeine Richtung. Wohin kann ich nicht genau sagen. Es war im Burgund und es war schön. Diese Ausfahrt war nicht so geplant, aber durch das schöne Wetter war es den Ausflug Wert. Nach einer kurzen Fahrt durch ein Waldstück sahen wir am linken Strassenrand eine kleine Feldterrasse. Diese lud uns zu Speis und Trank ein. Das Staunen der Bedienung war so gross bei unserer Bestellung, ich denke so viele Gäste auf einmal haben sie selten. Frisch gestärkt fuhren wir weiter nach Beaune. Beaune ist eine sehr alte Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten. Gesehen haben wir den grossen Parkplatz, die Gässchen zum Hos­piz mit dem Hospiz und die Eisdiele. Aber Dänu schlenderte ja ausgerüstet mit seiner Ka­mera durch das Städtchen.

Nachdem einer von uns superdringend zurück ins Hotel musste (wir waren sogar zu lang­sam mit Helm anziehen und Motorrad manövrieren) ging es für einen Teil schnellstens zurück ins Hotel. Der Rest wartete auf Dänu, damit wir gemeinsam ins Hotel fahren konn­ten. Dort warteten bereits Monica und Clödu auf uns, welche uns nachgereist waren und wieder ein tolles Apero.

Da die Stimmung so toll war und alles passte, durften wir Käthi offiziell in den Kreis der ROH aufnehmen. Ich sage jetzt nicht „Welcome Käthi“, denn bei mir dauert dies noch ein bisschen. Aber ich wünsche dir alles Gute im Kreise unserer Rentner. Nun müsstest du dich noch von deinem Job lösen.

An dieser Stelle übergebe ich das Wort/Schrift unserem Historian, welche ja ab jetzt auch dabei war. 

 

Gruss Alex

Als Erstes!! MERCI 1000ig Alex für Deine Berichterstattung bis jetzt – SUPER!

Ja und endlich waren sie da – unsere „Chapter-Familie“. Sehnsüchtig haben wir im Hotel Grillon auf sie gewartet und haben das einheimische Bier genossen (wie der Rest am Abend vorher auch).

Die Wiedersehensfreude war gross… Nachdem sich alle nach dem interessanten Tag wieder frisch gemacht hatten, traf man sich im schönen Garten des Hotels zum Apéro. Was der Chef des Hauses da an Kilometer läuft, ist einfach unglaublich. Was jedoch noch faszinierender war – er konnte sich die Zimmernummer jedes einzelnen von uns merken, so dass die bezogenen Getränke auch beim richtigen Zimmer aufgeschrieben wurden. Châpeau!!

Um 19.00 Uhr fuhren dann unsere zwei grossen Taxis vor, welche uns zu unserem Abendessen in die „Auberge des Vignes“ in Volnay fuhren. Ein kleines, schnuckeliges, von aussen völlig unauffälliges Häuschen am Strassenrand. Drinnen aber sehr gemütlich eingerichtet und sogar mit Gault&Millaud-Punkten!! Aber das sollte wohl nichts heissen… Die erste Flasche Wein gab es nur noch in einfacher Ausführung – sprich nur noch eine Flasche. Dies wurde uns jedoch erst mitgeteilt, als diese leer war. Also wurde halt ein anderer Wein ausgesucht. Auf die Frage, ob es davon mehr habe, wurde mit JA geantwortet – es hatte 2 Stück… Irgendwie traurig und doch lustig – da ist man in einer Weinregion und es hat nicht genug Wein?? Naja, wir kamen trotzdem auf unsere Kosten, das Essen war lecker und die Gespräche lustig und unterhaltsam – haben wir doch im Laufe des Abends heraus gefunden, dass unsere Alex eine Sun-Bike-Shinerin, was so viel heisst wie „Schönwetterbikerin“ ist. Es wurde viel gelacht und über den vergangenen Tag sinniert.

Die Taxis brachten uns anschliessend wieder wohlbehalten zurück ins Hotel. Einige von uns verzogen sich direkt auf ihre Zimmer, andere wiederum genossen noch einen „Schlummi“ auf der Hotelterrasse. Und schon war auch dieser Tag wieder vorbei…

 

Montag, 5. Juni 2017

Um 07.30 Uhr sassen alle wieder beim Frühstück, denn um 08.15 Uhr sollte unsere Heimreise beginnen. Bei Sonnenschein starteten wir unsere Maschinen und fuhren Richtung Heimat. Das Wetter sollte es gut mit uns meinen, verzogen sich doch die Wolken immer wieder und die Sonne lachte uns ins Gesicht.

Eins muss an dieser Stelle gesagt sein: Wer nun also extra nach Amerika reist, um lange gerade Strassen zu fahren, der muss nicht so weit… Frankreich liegt direkt nach der Grenze und hier sind die geraden Strassen einfach grenzenlos lang und gerade – eben wie auf der Route 66. Wir freuten uns über jede Kurve auf diesen Geraden, welche einfach nie enden wollten – aber wir sollten später für unser „Einfahren“ doch noch entschädigt werden.

In Bletterans machen wir einen Tankstop, wo doch so einige die Tanks der Maschinen füllten und die eigenen Tanks auf nicht ganz bequeme Art leerten. Hätten diejenigen gewusst, dass wir ca. 300m weiter vorne einen Kaffeehalt machen, sie hätten wohl noch gewartet. Aber da sieht man mal wieder, wie flexibel und unkompliziert wir SAC’ler doch sind!!

In Sur Roche, hoch über Reculée de Baume-les-Messieurs durften wir eine fantastische Aussicht geniessen. Dieser kleine «grand Canyon » liegt nordöstlich von Lons-le-Sauniert und ist einfach einen Halt wert. Danke Dänu, dass Du uns einen so wunderschönen Platz gezeigt hast!!

Die Fahrt ging weiter durch den wunderschönen Jura auf der französischen und der schweizer Seite. Wir genossen alle die Fahrt durch diese abwechslungsreiche Gegend und in Le Pont am Lac de Joux gönnten wir uns und unseren Maschinen den wohlverdienten Mittagshalt. Jeder der Hunger hatte, freute sich auf sein bestelltes Essen, was er/sie jedoch nie bekommen sollte... Nachdem wir satte 50 Minuten gewartet hatten und von unserem Essen – mal abgesehen von einem kleinen Salat – noch immer weit und breit nichts zu sehen war, wurde mit der Bedienung « Tacheles » gesprochen und das Bestellte wieder abbestellt. So lange Wartezeiten gehen einfach gar nicht, denn schliesslich wollten wir nicht auf der Terrasse des Restaurants sitzen, sondern auf der Harley…

An dieser Stelle verabschiedeten wir uns bereits von Alex und Oli. Unsere Walliser wollten nicht den Umweg über Thun nehmen, was verständlich war. Quer durch die Westschweiz ging es Richtung Murten, wo wir unseren letzten Halt machten und uns vom Rest der Truppe verabschiedeten. Gemeinsam nahmen wir die letzte Etappe auf der Autobahn in Angriff und langsam aber sicher löste sich ein cooler Haufen SAC’ler auf…

Es war mal wieder ein Hammer Ride mit unserem SAC – MERCI VIEL MAL !!!

DANKE Dänu und Didu für diesen tollen Ride. Ihr habt das einmal mehr bombastisch geplant !!

DANKE Didu, Dietu, Clödu, Dänu, Pesche fürs sicher durch jede Kreuzung, jeden Kreisel zu kommen !!

DANKE Oli und Alex für die tollen Fotos – sie werden uns noch lange an dieses Weekend erinnern !!

und

DANKE allen, welche dazu beigetragen haben aus diesem Weekend das zu machen, was es war !!

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Kommentare: 2
  • #1

    Didu (Montag, 12 Juni 2017 14:14)

    Coole Geschichte. Wie immer super geschrieben. Ihr seid auch ein gutes Team.
    Gruäss Didu

  • #2

    Oli4 (Dienstag, 13 Juni 2017 09:08)

    uber die „Schönwetterbikerin“ uf Englisch cheiwer de nu Diskutiere :-)
    Interessant gschribu, Super.
    Danke. Grüäss Oli4